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Strauß und Brahms im Gepäck

Lengerich -

Justus Frantz kommt am 6. August nach Lengerich – diese Nachricht (WN, 27. April) hat unter Klassikfreunden offenbar für große Freude gesorgt. Aus dem Büro des Veranstalters „Musiklandschaft Westfalen« ist zu hören, dass bereits mehr als die Hälfte der Karten verkauft und die Nachfrage nach Tickets ungebrochen sei. Gleichzeitig wurde das Programm bekanntgegeben, das der Gründer des Schleswig Holstein Musikfestival mit der „Philharmonie der Nationen“ in der Gempt-Halle aufführen wird.

Das Klassik-Konzert beginnt mit der Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“. Das Stück zählt zu den größten Schöpfungen von Johann Strauss und fasst die zahlreichen musikalischen Höhepunkte seines gesamten Werkes zusammen. Es ist mit seiner abwechslungsreichen Dynamik auch für Spitzenorchester immer wieder eine Herausforderung, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Solist des Abends ist gleichzeitig Westfalens „Künstler des Jahres“ und Träger des erstmals verliehenen „MLW-Festivalpreises“: Jozsef Lendvay aus Budapest wird das Violinkonzert in D-Dur op. 77 von Johannes Brahms interpretieren. Brahms komponierte sein einziges Violinkonzert anlässlich eines Aufenthaltes am Wörthersee in Österreich. Die technischen Anforderungen an den Solisten mit dem Gebrauch von Doppelgriffen, gebrochenen Akkorden, sehr schnellen Skalierungspassagen und rhythmischen Variationen sind eindrucksvoll und wie gemacht für den unglaublich virtuosen „Teufelsgeiger“ Jozsef Lendvay, versprechen die Konzertorganisatoren.

Der Ungar entstammt einer der bekanntesten Familien von Roma-Musikern. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Bela Bartok Konservatorium und der Franz Liszt-Musikakademie in seiner Heimatstadt Budapest. Mit sieben Jahren gewann er bereits seinen ersten Violin-Wettbewerb. Seitdem erhielt der Geiger erste Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Seine CD „Lendvay“ wurde 2005 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet, 2014 erhielt er diesen Preis zusammen mit dem Alliage Quintett für die gemeinsame CD „Dancing Paris“. Mit der Verleihung des „MLW Festivalpreises“ geht die Teilnahme an insgesamt neun Konzerten in der Saison 2015 einher.

Zu hören sein wird des Weiteren Antonín Dvořák 9. Sinfonie „Aus der Neuen Welt“. Sie gilt als ein Paradestück der „Philharmonie der Nationen“, ist heute das wohl bekannteste Werk des böhmischen Komponisten und gehört zu den meistgespielten Sinfonien weltweit.

 

Das Konzert in der Gempt-Halle beginnt am 6. August um 20 Uhr statt. Karten gibt es bei allen bekannten Pro-Ticket-Vorverkaufsstellen, bei der Tourist-Information in Lengerich und unter ✆ 0 28 61/ 70 38 586.

 

6. Juni 2015